25. November 2015

Advent, Advent, Kalendertrend


Der 1. Dezember rückt immer näher. Ich stehe mitten im Kaufhaus – direkt im hektischen Treiben. Interessiert schaue ich in die Gesichter der zügig vorbeilaufenden Großstädter. Stress, Unruhe, Anspannung. Sie drängeln, schieben und stöhnen ungeduldig, wenn sie nicht schnell genug vorankommen. 

Was suchen Sie?

Dann fällt mein Blick in die bunten Regale. Hier türmen sich
unzählige Adventskalender in stimmungsvoller Verpackung. Jede nur vorstellbare Füllung wurde von Maschinenhand in bunte Pappe gepackt, um später durch vorgestanzte Türchen von Menschenhand wieder hervorgeholt zu werden.

Sofort denke ich an dieses Hundespiel, bei dem man kleine "Leckerlies" in eine bunte Plastikvorrichtung steckt. Der Hund kratzt dann so lange mit seinen Tatzen daran herum, bis die Köstlichkeiten herausfallen. Das Spiel soll die Intelligenz des Tieres fördern (und sorgt für extrem nervige Hintergrundgeräusche). 

Kann es sein, dass auch der Adventskalender erfunden wurde, um unsere Intelligenz zu fördern? Ich bin mir unsicher, denke aber einen Augenblick darüber nach ... 


1, 2 oder 3 Adventskalender?


Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ein deutlicher Trend hin zum Zweit- und Drittkalender erkennbar ist. Die ursprüngliche Form des Adventskalenders mit kleinen bunten Bildchen vom Jesuskind und den Tieren im Stall zieht heute keinen mehr hinter dem Ofen vor. 


Das liegt erstens daran, dass kaum noch jemand einen Ofen hat (hohoho), zweitens kaum noch jemand weiß, welche Bedeutung Weihnachten mit all seinen christlichen Bildern wirklich hat und drittens der multimediale Anspruch stark gestiegen ist. Um es in der Sprache von heute zu sagen: „Stinknormale Bilder sind kotzlangweilig!“ (Bitte entschuldigen Sie diese vulgäre Ausdrucksweise). 

Und selbst ein Adventskalender mit Schokoladentäfelchen ist für heutige Verhältnisse zu "normal". Doch nicht nur der qualitative Anspruch an die Füllung steigt, auch die Quantität muss steigen. 

Wir brauchen einen Weihnachtskalender für zu Hause, einen für die Arbeit, einen mit Spielzeug, einen mit Haushaltsmitteln, einen mit Werkzeug ... und selbstverständlich auch einen Adventskalender für Wuffi. Denn Wuffi freut sich mindestens genauso auf das Weihnachtsfest wie wir. Schau nur wie andächtig der kleine Racker seinen Miniknochen runterwürgt und sich dann fast übergibt – ist das nicht gemütlich?! 


Der beste Adventskalender ist selbstgemacht


Ich hatte in den vergangenen Jahren immer einen Kalender von LEGO. Allerdings habe ich die Lust verloren. Warum? Es sind nur haufenweise Kleinigkeiten drin, die nach Weihnachten nur sinnlos herumliegen oder vom Staubsauger gefressen werden. 


Wäre es nicht viel schöner, wenn LEGO seine Kalender konzeptionell so planen würde, dass alle Steine des Adventkalenders am 24. Dezember einen großen Bausatz ergeben? Zum Beispiel ein LEGO Pfefferkuchenhaus oder einen LEGO Schwippbogen oder ein LEGO Räuchermännchen oder, oder, oder. 


Aber ich möchte mich in diesem besinnlichen Tagen nicht in schlechte „Vibrations“ bringen. Aufregung lohnt sich nicht. Deshalb baue ich mir selber einen Kalender. Und weil ich einen gewissen Anspruch habe und mein Adventskalender vielschichtig sein soll (gern auch mit einer Spur Gesellschaftskritik), habe ich mich für dieses wunderschöne Exemplar entschieden.


bÄyz Adventskalender ist komplett DIY

Ich gebe diesem tiefgründigen Werk den bedeutungsvollen Titel: „Die meisten Adventskalender sind für den Arsch“.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine besinnliche Adventszeit. Und falls Ihr den richtigen Stimmungsknopf fürs Fest noch nicht gefunden habt, dann werden Ihr unter folgenden zwei Links fündig. Versprochen :)

Lesetipp 1: Verdammt, wo ist der Stimmungsknopf?
Lesetipp 2: All Year Classic: "ChristMast" von bÄyz


Lasst Euch nicht stressen! Alles wird gut.

Kommentare:

  1. Rächermännchen!
    Hahahaaa :D
    Sicher nur ein Tippfehler, aber ein cooler ;)

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  2. Upsi. Asche auf mein sündiges Haupt :)

    Aber Du hast Recht, der Fehler ist ganz "neckisch".

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